Das Haus der Geschichte in Zwentendorf

Zwentendorf in Niederösterreich ist vielen Österreicherinnen und Österreichern für sein Atomkraftwerk bekannt, das niemals in Betrieb gegangen ist. Die österreichische Bevölkerung hat die Inbetriebnahme nach Fertigstellung des Kraftwerks im Jahr 1978 in einer Volksabstimmung abgelehnt.

Das Kraftwerk steht heute noch da, direkt an der Donau. Im Sommerhalbjahr kann man, direkt vor dem Kraftwerk, in der Bärndorferhütte einkehren; ein circa 200 Jahre altes Bauernhaus, das im Jahr 2002 im Kärntner Lavanttal abgetragen und hier, direkt am Donauufer, wieder aufgebaut wurde.
https://www.baerndorferhuette.at/

Ein wahres Juwel, die eigentliche Überraschung, findet sich aber in der Ortsmitte von Zwentendorf. Direkt an das Rathaus der Gemeinde angeschlossen ist das Haus der Geschichte. Man hat sich nicht verlesen: Zwentendorf hat ein Haus der Geschichte. Seine Didaktik, seine Architektur, Ausstattung, Bestand und seine Erzählungen sind beeindruckend. Die Gemeinde spart ganz offensichtlich nicht bei der Darstellung ihrer Geschichte; und die ist vielfältig, vielschichtig und spannend. Das Museum beginnt Das Haus der Geschichte in Zwentendorf weiterlesen

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Die Hüter der Ruinen – zum Wirken der Juristinnen und Juristen. In Würdigung von Alfred J. Noll.

Im Mai 2026 erschien zur Würdigung von Alfred J. Noll (1960-2026) der Band Der Citoyen als Revolutionär. Zur Widerständigkeit des Rechts. Alfred J. Noll. Eine Würdigung im Verlag bahoe books.

Titelbild zu diesem Beitrag: Alfred J. Noll gemalt von Josef Schützenhöfer

Nachstehend mein Beitrag zu diesem Band.

Das unerwartete Ableben Alfred Nolls macht seine Würdigung zur selten schmerzvollen Aufgabe. Der große Respekt, der nahezu alle Nachrufe durchzieht, zeigt, welch große Lücke Alfred Noll hinterlässt. Alfred Nolls Leistungen, seine Werke, sie sind umfangreich und vielfältig, unüberschaubar geradezu. Die Forschungen Alfred Nolls zum Recht und zur Literatur, seine gesellschaftskritischen und philosophischen Texte, seine anwaltliche Tätigkeit, das Engagement in der Berufsvertretung und seine Tätigkeit als Abgeordneter im Parlament, all das verschafft Alfred Noll ein Alleinstellungsmerkmal in der österreichischen juristischen Fachwelt und Öffentlichkeit. Alfred Noll zählt ohne Zweifel zu den prägenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens des Landes. Die Hüter der Ruinen – zum Wirken der Juristinnen und Juristen. In Würdigung von Alfred J. Noll. weiterlesen

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In memoriam Alfred J. Noll – Freitagsgespräch mit Nikolaus Dimmel und Walter Famler

Freitag, 15. Mai 2026, 17 Uhr
Oliver Scheiber im Gespräch mit
Nikolaus Dimmel & Walter Famler
über den Anwalt, Rechtswissenschafter, Publizisten und Schriftsteller Alfred J. Noll

Alfred J. Noll, 1960 (Salzburg) – 2026 (Wien). Rechtsanwalt und Univ.-Prof. für Öffentliches Recht und Rechtslehre in Wien. 2017–2019 Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat (JETZT); u. a. Übertragungen von Thomas Hobbes‘ Menschliche Natur und politischer Körper und Freiheit und Notwendigkeit ins Deutsche; Verfasser einer achtbändigen Hobbes-Enzyklopädie – zuletzt: Band VI: Von pacta sunt servanda bis Ruhm.

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Gleiches Recht für alle – Freitagsgespräch mit Peter Resetarits

Freitagsgespräch aus der Alten Schmiede vom 17.4.2026

Gleiches Recht für alle – Medienformate wie Schauplatz Gericht und Bürgeranwalt als kritische Beobachtung von Gericht und Verwaltung

Peter Resetarits ist Sendungsverantwortlicher von Schauplatz Gericht und der Sendung Bürgeranwalt im ORF. Die Formate wurden ebenso wie Volksanwalt – gleiches Recht für alle von ihm entwickelt und bringen Gerichts- und Verwaltungsverfahren einem breiten Publikum näher.

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Kreta

Eindrücke einer Woche in Kreta: die wundervolle Landschaft, die reiche Vegetation, die freundlichen offenen Menschen.
Auch die präsente Erinnerung an die Verbrechen, die die deutsche Wehrmacht hier verübt hat. Schwer zu fassen, was deutsche Soldaten, so fern des eigenen Landes, an einem so einnehmenden, schönen Ort, bewegen konnte, derart bestialisch und zerstörerisch vorzugehen. Die gesamte jüdische Bevölkerung Kretas wurde ermordet.
Präsent ist auch die Erinnerung an den großen Dichter Nikos Kazantzakis. Dem kritischen Denker verweigerte die Kirche die Bestattung auf einem Friedhof. Die Stadt Heraklion schuf umgehend eine Grabstätte am höchsten Punkt der Stadtmauer, ein idyllischer, wundersamer Ort. Eine Würdigung und Respektsbezeugung, wie sie vor allem die südlichen und romanischen Ländern ihren Dichterinnen und Dichtern zukommen lassen. Die Grabstätte ist mit einem schlichten Kreuz versehen, ohne Namen des Verstorbenen, aber mit der vom Dichter vorgegebenen Inschrift: „Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.“

 

 

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