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Das Haus der Geschichte in Zwentendorf

Zwentendorf in Niederösterreich ist vielen Österreicherinnen und Österreichern für sein Atomkraftwerk bekannt, das niemals in Betrieb gegangen ist. Die österreichische Bevölkerung hat die Inbetriebnahme nach Fertigstellung des Kraftwerks im Jahr 1978 in einer Volksabstimmung abgelehnt.

Das Kraftwerk steht heute noch da, direkt an der Donau. Im Sommerhalbjahr kann man, direkt vor dem Kraftwerk, in der Bärndorferhütte einkehren; ein circa 200 Jahre altes Bauernhaus, das im Jahr 2002 im Kärntner Lavanttal abgetragen und hier, direkt am Donauufer, wieder aufgebaut wurde.
https://www.baerndorferhuette.at/

Ein wahres Juwel, die eigentliche Überraschung, findet sich aber in der Ortsmitte von Zwentendorf. Direkt an das Rathaus der Gemeinde angeschlossen ist das Haus der Geschichte. Man hat sich nicht verlesen: Zwentendorf hat ein Haus der Geschichte. Seine Didaktik, seine Architektur, Ausstattung, Bestand und seine Erzählungen sind beeindruckend. Die Gemeinde spart ganz offensichtlich nicht bei der Darstellung ihrer Geschichte; und die ist vielfältig, vielschichtig und spannend. Das Museum beginnt Das Haus der Geschichte in Zwentendorf weiterlesen

Dikh He Na Bister! Schau und vergiss nicht

2. August – Gedenktag an den Völkermord an Roma und Sinti
Seit 10 Jahren kommen Roma und Sinti am 2. August auf dem Wiener Ceija-Stojka Platz zusammen, um der rund halben Million Rom*nja zu gedenken, die während des Porajmos ermordet wurden.
Auch am heutigen 2. August fand eine überaus berührende Feier mit Musik und Reden statt, unter anderem las Nuna Stojka aus den Berichten ihrer Schwiegermutter Ceija Stojka über ihre Zeit im Vernichtungslager.
In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden 2.897 Roma – Männer, Frauen und Kinder – in den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau ermordet.
Erst 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Genozid an einer halben Million Roma und Sinti vom Europäischen Parlament anerkannt. Österreichs Roma und Sinti fordern seit langem ein Denkmal für die ermordeten Mitglieder der Volksgruppe ein, bisher erfolglos. Dieser Umstand des fehlenden Denkmals wurde von mehreren Redner:innen beklagt, ebenso wie das Fehlen eines würdigen jährlichen Gedenkakts der Republik.